Buchwerkstatt

Movable Books - die Pop Up Werkstatt

In der Pop-Up Werkstatt entwickeln Kinder zunächst nach einer literarischen Vorlage eine eigene Geschichte. Oft finden sie auch selbst ein interessantes Thema, hier ging es um eine "Märchen-Schatzsuche" (die Schatzkarte hängt im Häuschen an der Wand gegenüber der Tür ...). Anschließend erlernen die Kinder verschiedene Techniken des Paper Engineering, also Schiebe-, Dreh-, Zieh- und Klappmechanismen aus Papier sowie die Kunst des Buchbindens. Zum Schluss schreiben sie ihre Geschichte entweder direkt auf die jeweilige Seite dazu oder erzählen sie einem staunenden Publikum als Papiertheater. 

Klassen-Bücher mit japanischer Bindung

In diesem Workshop stellen Kinder im Klassenverband oder der Lese-AG gemeinsam ein Buch her. Nach einer literaturpädagogischen Einführung  anhand eines ausgewählten Buches werden die Kinder angeregt, selbst einen Text zu schreiben und zu illustrieren. Die Lesescouts der Waldparkschule Heidelberg beispielsweise gehören mit ihrem selbstgestalteten Bewegungs-Buch zu den Gewinnern des Wettbewerbs "Lesen in Bewegung". Angeregt von dem Buch "KeinBuch" aus dem Mixtvision-Verlag erstellten die 46 Lesescouts kreative Texte für ihre MitschülerInnen. Die 6. Klasse der Bertha-Benz-Realschule Wiesloch nutzte das Buch "Der unvergessene Mantel" von Frank Cottrell Boyce als Inspiration, um eigene Geschichten zum Thema  "Meine Heimat" zu schreiben und mit Polaroid-Fotos zu illustrieren.

Alle Texte werden kopiert, mit japanischer Bindung und Buchleiste gebunden, so dass jedes Kind seinen eigenen Band gesammelter Geschichten erhält.

Literacy für Kindergartenkinder

Sprache zum Anfassen: auch die Kleinsten sind absolut begeistert davon, ein Bilder-Buch aus einem alten Buch selbst herzustellen. Wir setzen eine Geschichte, wie hier ein Märchen, als Mal-, Kritzel-, Erzähl- und Spielbuch um. Die Kinder benutzen ihre Bücher anschließend als Spielzeug, mit dem sie immer wieder neue Geschichten erfinden oder Details der Geschichte ausschmücken. Diese Bücher bleiben nicht in ihrer ursprünglichen Form bestehen, sie werden weiterbearbeitet, be"schriftet", gehen kaputt, werden mit Pflastern liebevoll geheilt, dienen als Versteck für Schleichtiere oder Bösewichte - und werden so zum "Living Book". Nicht selten wird nach der Produktion des ersten Buches ein richtiger Verlag mit Massenproduktion gestartet! Im Wesentlichen verbinden Kindergartenkinder mit ihren selbsterstellten Büchern etwas, das lange Spaß macht und mit dem es sich prächtig spielen läßt ... und dabei werden alle 100 Sprachen, die ein Kind hat, gleichberechtigt verwendet!